Aquafitness

Kein anderer Sport erlaubt bei Sportverletzungen, Übergewicht oder chronischen Gelenk-, Muskel- und Rückenproblemen einen so schnellen und schonenden Aufbau. Aber auch vorbeugend oder begleitend zu anderen Sportarten bietet sich Fitnesstraining im Wasser an. Neben Muskeln, Gelenken und Herz werden dabei auch Lunge, Blutgefäße, Lymphsystem und Bindegewebe gekräftigt sowie Koordination und Balance verbessert. Auch der Blut- und Lymphrückfluss zum Herz wird durch den Wasserdruck beschleunigt, was alle Gewebe und besonders strapazierte Beinvenen entlastet. Dabei dosiert jeder Teilnehmer die Belastung selbst: Langsame Bewegungen eignen sich gut für Einsteiger, schnelle Varianten als intensives Kraft-Ausdauer-Training für Sportler.

Gelenkschonend auch bei größter Anstrengung
Der Vorteil: Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln werden im Wasser auch bei größter Anstrengung vor schädlichen Stoß- und Fehlbelastungen bewahrt. Rücken- und Gelenkbeschwerden verschwinden häufig ohne weitere Therapie. Dabei werden Sie jede Menge Kalorien los: Selbst Einsteiger verbrauchen in einer halben Stunde knapp 400 Kilokalorien, so viel wie eine kleine Mahlzeit oder 40 g Körperfett!

Aquajogging: Laufen ohne Bodenkontakt
Unter Aquajogging versteht man das Laufen im tiefen Wasser ohne Bodenberührung, z. B. in Schwimmerbecken oder Freigewässern. Ein Aquagürtel aus dem Sportfachhandel ermöglicht Ihnen dabei volle Bewegungsfreiheit. In aufrechter Körperhaltung mit leichter Vorlage werden die Beine dabei bis fast in die Waagerechte angehoben und nach hinten weggedrückt, die Arme entgegengesetzt, ohne zu paddeln. Wer nach wenigen Minuten seine Balance gefunden hat, steigert das Tempo auf 100 bis 180 Schritte pro Minute und kann mit anderen Laufstilen abwechseln, z. B. Knie zur Brust anziehen, Fersen zum Po führen, ?Rad fahren?, mit übergroßen Schritten oder gestreckten Beinen laufen. Je nach Fitness trainieren Sie zwischen 20?60 Minuten, 2?3 x die Woche. Intervalltraining (Wechsel zwischen hoher und geringer Geschwindigkeit) und Wasserhanteln verstärken den Trainingseffekt.

Aquarobic - Musik im Blut
Aquarobic besteht aus gymnastischen Übungen im Wasser, unterstützenden Fitnessgeräten und motivierender Musik, kurz: Aerobic im Wasser. Im Gegensatz zur trockenen Variante eignet es sich auch ideal bei Gelenkproblemen oder Übergewicht, während Muskelaufbau und Energieverbrauch zügigem Joggen entsprechen. Ein Stepper (Aqua-Step) sorgt für zusätzliche Trainingseffekte.

Power für die Muskeln: Aquabiking und Aquajumping
Unterwasser-Fahrradergometer sorgen beim Aquabiking für intensives Ausdauer-, Bein- und Pomuskeltraining. Dabei werden durch Intervalleinheiten Berg- und Talfahrten simuliert. Eine Wohltat auch für Venen und Bindegewebe. Zusätzliche Oberkörper-Übungen runden das Training ab. Auch Aquajumping eignet sich zum Auspowern und Muskelaufbau ohne Gelenkbelastung. Dabei springen Sie auf einem Minitrampolin im brusttiefen Wasser.

Aquagymnastik - kraftvoll und weich
Im Vergleich zur üblichen Gymnastik werden bei der Aquagymnastik deutlich kraftvollere und dynamischere Bewegungen ausgeführt, wobei das Wasser jede ruckartige oder übersteuerte Belastung vermeidet. Daher haben sich die Übungen auch bei Osteoporose, Schwangerschaft, Gelenk- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewährt. Schwimmweste oder Aquagürtel sorgen dabei für Auftrieb, rhythmische Musik für die richtige Stimmung.

Unser Tipp
Qualitätsgeprüfte Aquajogging- und Aquafitnesskurse werden von vielen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Über deren Internetseiten gelangen Sie auf Präventionskurs-Datenbanken mit passenden Angeboten in Ihrer Nähe.

Text: www.text-gesundheit.de

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