Badminton

Schwingen Sie doch mal den Badminton-Schläger! Die Regeln sind nicht schwer und die Technik ist schnell gelernt. Ein bisschen Übung und Sie haben vielleicht bald Ihren Lieblingssport gefunden, mit dem Sie Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Ausdauer trainieren.

Zeitvertreib seit Jahrhunderten
Badminton klingt modern, die Grundspielart 'Federball' ist aber schon seit Jahrhunderten bekannt. Zumindest Varianten davon waren schon bei den Inkas und Azteken bekannt - eine Art Federballspiel, das schon damals zur Zeitvertreibung diente. Während es aber beim Federball darum geht, möglichst lange Ballwechsel zu haben, wird Badminton nach bestimmten Regeln um Punkte gespielt, bei dem es am Ende Gewinner und Verlierer gibt. Badminton wird auf einem Feld in der Halle gespielt, das einem Tennisfeld ähnelt, aber wesentlich kleiner ist. Über ein Netz wird ein Federball nach bestimmten Regeln hin- und hergespielt.

Die Regeln

  • Badminton wird zu zweit oder zu viert gespielt. Macht ein Spieler einen Fehler, bekommt die Gegnerpartei einen Punkt.
  • Als Fehler wird gezählt, wenn der Ball den Boden, die Decke, das Netz oder die Wand berührt oder nicht über das Netz fliegt. Auch Körper und Schläger dürfen das Netz nicht berühren.
  • Gezählt wird nach Punkten und Sätzen. Bei der so genannten Rally-Point-Methode wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt.

Der Badminton-Schläger
Einfache, erschwingliche Badminton-Ausrüstungen inklusive Netz findet man in vielen Spielwaren- und Sportartikelgeschäften. Sie sind meist nicht besonders strapazierfähig, sind aber gut, um sich auszuprobieren. In Badminton-Hallen kann man meist Schläger leihen.

Wenn Sie öfter spielen, lohnt es sich, sich einen eigenen Schläger zu kaufen, der auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Einfachere Ausführungen haben einen Stahlschaft und Stahlkopf und wiegen etwa 120 Gramm. Teurere Modelle sind aus einem Stück gefertigt und wiegen nur noch 70 bis 80 Gramm.
Je härter der Rahmen, desto exakter lässt sich damit spielen. Dafür sollte man aber schon etwas geübter sein. Armschonender sind weiche Schläger.
Auch bei der Bespannung gibt es Unterschiede. Anfängermodelle sind mit Kunststoffsaiten ausgestattet, für Fortgeschrittenere sind Naturdarmsaiten zu empfehlen. Ähnlich ist es mit den Bällen. Einfache Bälle sind mit Kunststofffedern, bessere Bälle für professionelle Spiele mit Naturfedern bestückt.

Die Haltung des Schlägers
Die Schlagfläche sollte eine Verlängerung der geöffneten Handfläche bilden. Dafür legt man die Handfläche auf die Bespannung und führt die Hand in Richtung Griff herunter. Am untersten Ende kurz vor dem spürbaren Wulst umschließt die Hand den Griff. Mit Zeigefinger und Daumen bildet man ein V, das die schmale Schlägerseite umgreift. Mit dieser Griffhaltung können im Prinzip alle Vorhandschläge ausgeführt werden. Für Schläge mit der Rückhand dreht man den Schläger leicht. So kann man mit dem Daumen auf der breiten Seite des Griffes Druck ausüben.

Und los geht's
Fragen Sie im Sportverein nach. Für ambitionierte Anfänger, die die Sportart richtig erlernen wollen, eignen sich Technikkurse, bei denen die Schlagtechniken vermittelt werden. Inzwischen werden auch Kurse an den Volkshochschulen angeboten. Wenn Sie nur aus Vergnügen und für die Fitness mit dem Badminton beginnen wollen, können Sie sich auch einfach mit einem Partner einen Hallenplatz mieten und dort nach Lust und Laune spielen. Also: Tasche packen und Getränke nicht vergessen.

Speed-Badminton: Die ideale Variante für draußen
Eine beliebte Variante ist das Speed-Badminton. Es verbindet Elemente aus Badminton, Squash und Tennis. Das Gute: durch einen etwas schwereren Schläger und Ball ("Speeder") kann Speed-Badminton auch draußen gespielt werden. Durch das höhere Gewicht sind die Bälle weniger windanfällig.

  • Das Spielfeld besteht aus zwei Quadraten, die jeweils 5,5 x 5,5 m betragen und einen Abstand von 12,8 m haben.
  • Ein Match geht über drei Gewinnsätze. Ein Spielsatz endet mit 16 Gewinnpunkten. Bei 15:15 geht der Satz in die Verlängerung, wobei zum Sieg zwei Punkte Vorsprung nötig sind.
  • Speed-Badminton gibt es in vielen Varianten. Beim Funplay zum Beispiel geht es hauptsächlich darum, den Ball möglichst lange in der Luft zu halten, ähnlich wie beim Federball.
  • Etwas außergewöhnlicher, schon fast mystisch, ist Blackminton: Es wird im Dunkeln gespielt. Das Feld wird durch fluoreszierende Bänder abgegrenzt. Durch ein Leuchtelement (Neon-Knicklicht) im Ball kann man diesen auch im Dunkeln sehen. Die Spieler tragen Leuchtbänder, die Gesichter sind oftmals mit fluoreszierenden Farben geschminkt. In manchen Städten finden Blackminton-Partys statt.
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