Beachvolleyball

Sand, ein Netz, vier Leute, ein Ball: Mehr braucht es nicht für ein furioses Turnier. Dazu ist nicht unbedingt ein Strand erforderlich, denn vielerorts bieten Beachvolleyball-Plätze und -veranstaltungen Gelegenheit zur Bewegung. Es lohnt sich, denn die Disziplin zählt zu den schnellsten Sportarten und trainiert Muskulatur, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen. Beschleunigen, Bremsen, Springen, Hechten und Ballkontakte in hoher Frequenz verbrennen nicht nur Hunderte Kilokalorien, sondern bauen auch Bein-, Po- und Oberkörpermuskeln auf.

Vom Strand-Workout zum Olympiasport
In den 1920er-Jahren fanden sich kalifornische Strandspaziergänger immer wieder zu kleinen Turnieren zusammen - und begründeten damit eine neue Sportart. Fernab vom Meer entstanden bald Beachvolleyball-Plätze. 1987 wurde die erste Weltmeisterschaft ausgetragen, und 1996 das erste olympische Beachvolleyball-Turnier. Die deutschen Teams zählen international zu den Titelfavoriten.

Wenige Regeln bei hohem Spaßfaktor
Es spielen zwei gegen zwei Spieler ohne fest Positionen, wobei die Zahl im Freizeitspiel erweiterbar ist. Der Aufschlagspieler schlägt den Beachvolleyball in die gegnerische Hälfte. Von dort muss ihn das andere Team mit maximal drei abwechselnden Ballberührungen wieder zurückspielen. Wenden Sie einfach die Ihnen bekannten Grundtechniken an: Baggern (beidhändig von unten), Pritschen (beidhändig oben) und Schlagen (einhändig). Berührt der Ball den Boden oder geht ins Aus, erhält das andere Team einen Punkt und das Aufschlagrecht. Außer beim Aufschlag darf der Ball mit jedem Körperteil gespielt werden.

Eine Mannschaft siegt, wenn sie zwei Gewinnsätze à 21 Punkte (dritter Satz 15 Punkte) mit mindestens zwei Punkten Vorsprung für sich entscheidet. Das Feld (8 x 16 m) kann bei Bedarf einfach mit weichen Gegenständen wie Taschen und einem Strich im Sand markiert werden. Wer kein Netz zur Hand hat, spannt eine farbige Schnur (Höhe 2,24-2,43 m).

Teamplay, Strategie und Reaktion
Die hohe Dynamik erfordert Taktik und eine optimale Abstimmung. Daher trainieren Sie nicht nur Ihren Körper, sondern auch Teamplay, Fantasie und strategisches Planen. Spaß an der Bewegung und sportliches Gruppenerlebnis stehen dabei im Vordergrund. Der Sieg ist 'Nebensache'.

Gute Vorbereitung für Bewegungsgenuss
Wärmen und lockern Sie sich auch bei sommerlichen Temperaturen vorher immer auf, auch durch lockeres Warmspielen. Dabei können Sie sich auch bereits mit den Feldabmessungen und Mitspielern vertraut machen. Bleiben Sie geschmeidig in Ihren Bewegungen und lassen Sie lieber einen Ball vorbei, als eine Verletzung durch ungewohnte Akrobatik zu riskieren.

Nicht vergessen: Sonnenschutz und Trinken
Cremen Sie sich besonders zwischen 11 und 15 Uhr vor dem Spiel mit einer Sonnenschutzcreme (Lichtschutzfaktor 20 oder höher) ein. Eine Sport-Sonnenbrille schützt die Augen vor UV-Strahlung und Sand, eine Kappe den Kopf vor Überhitzung. Weil der Körper sich beim leidenschaftlichen Spielen schnell erhitzt, sollten Sie großzügig Mineralwasser trinken - und aufhören, wenn es am schönsten ist, also unbedingt vor dem Sonnenstich.

Zwanglose Kleidung trotz 'Höschenvorschrift'
Weltweite Schlagzeilen erzielte im Beachvolleyball die Höschenvorschrift des Volleyball-Dachverbands FIVB, nach der Bikinihosen der Frauen an der Seite maximal 7 cm breit sein dürfen. Nach Protesten wurde die Bestimmung 2012 zurückgenommen. Im Freizeitsport gilt ohnehin freie Kleiderwahl nach Lust und Laune - ob luftig oder hauteng, Shorts oder Bikini. Lediglich die Füße bleiben unverhüllt.

Wer nach ersten Erfahrungen Lust auf mehr verspürt, kann in einem Beachvolleyball-Kurs seine Fähigkeiten ausbauen oder vor Ort spielen (z. B. unter www.volleyballer.de/volleyball-verein.php).

Unser Tipp
Weitere Informationen unter www.Beachvolleyball.de.

Text: www.text-gesundheit.de

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