Fasten

Fasten - eine jahrtausendealte Tradition
Gefastet wird schon seit Jahrtausenden - sei es aus religiösen oder gesundheitlichen Gründen. Schon die Griechen hatten die heilsame Wirkung des Fastens bei bestimmten Krankheiten entdeckt und die Mönche im Mittelalter fasteten, um Buße zu tun und Körper und Seele zu reinigen.

Fasten

Der religiöse Aspekt des Fastens hat in der heutigen Gesellschaft kaum noch Bedeutung, dennoch findet die heilsame Hungerkur immer mehr begeisterte Anhänger. Meist wird aus gesundheitlichen Gründen gefastet, um den Körper im Frühjahr nach der oft kalorienreichen und ungesunden Ernährungsweise des Winters wieder fit zu machen und ihn von giftigen Einlagerungen, den sogenannten Schlacken, zu befreien.

Was geschieht beim Fasten?
Fasten ist der bewusste Verzicht auf Nahrung für einen bestimmten Zeitraum. Ziel beim Heilfasten ist die Reinigung des Körpers. Obwohl man beim Fasten sicherlich auch einige Pfunde verliert, hat Fasten damit eine andere Zielrichtung als eine Diät. Viele Fastende berichten auch von positiven Auswirkungen auf Geist und Seele: Wer fastet, nimmt sich eine Auszeit und kann die Umwelt wieder viel bewusster wahrnehmen und einen Blick für wesentliche Dinge bekommen.
Der Körper passt sich beim Fasten der verringerten Nahrungsaufnahme an und fährt alle Stoffwechselvorgänge zurück. Fasten entschlackt, entgiftet und reinigt den Darm. Die Haut wird strahlender, die Durchblutung gefördert. Nach den ersten kritischen Tagen des Fastens fühlen sich die meisten Fastenden richtig wohl in ihrer Haut; nicht zuletzt deshalb, weil durch den Entzug der Nahrung vermehrt das Glückshormon Serotonin freigesetzt wird.

Formen des Fastens
Es gibt unterschiedliche Formen des Fastens: Beim totalen Fasten wird bis auf reichlich Wasser und Tee überhaupt nichts zu sich genommen. Beim Saftfasten sind auch zusätzlich Gemüse- und Obstsäfte gestattet, die die Vitaminzufuhr abdecken sollen. Das Heilfasten nach Buchinger dürfte sicherlich die bekannteste und beliebteste Form des Fastens sein. Erlaubt sind hier Gemüsebrühe, Tee, Wasser und Obstsäfte.

Bei allen Fastenkuren sollten täglich mindestens 3 Liter Flüssigkeit, z.B. Mineralwasser wie Hirschquelle VITAL, getrunken werden. Vor Beginn einer Fastenkur stehen immer einige Entlastungstage mit einer Schonkost sowie eine komplette Darmentleerung, sei es durch Einläufe oder Bittersalze. Wichtig ist auch das behutsame Ende des Fastens nach 1 bis maximal 3 Wochen, um den Körper allmählich wieder an feste Nahrung zu gewöhnen und den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Dieser sanfte Übergang vom Fasten zum normalen Essen wird von vielen genutzt, um die Ernährungsweise komplett umzustellen.

Ist Fasten wirklich gesund?
Die Schulmedizin beurteilt Fastenkuren recht kritisch. Schlacken, die durch Stoffwechselvorgänge entstanden sind und durch Heilfasten aus dem Körper entfernt werden sollen, gibt es nach medizinischer Einschätzung gar nicht. Denn alles, was der Körper nicht braucht, wird durch die Leber und die Nieren wieder ausgeschieden. Giftige Schlacken und andere schädliche Stoffe können sich demnach also gar nicht im Körper ansammeln. Fasten wäre damit also völlig überflüssig und nur eine unnötige Belastung für den Körper. Erwiesen ist allerdings auch, dass Fasten bei bestimmten Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden, Rheuma und Bluthochdruck gesundheitsfördernd wirkt.

Ob Fasten nun gesund oder schädlich ist, sollte im Einzellfall immer mit einem Arzt geklärt werden. Unter ärztlicher Beobachtung und Einhaltung der Therapieformen kann Fasten für einige Menschen sicherlich gesundheitsfördernd wirken.

Wer darf nicht fasten?
Wer fastet, setzt seinen Körper einem erhöhten Stress aus. Deshalb sollte nur in Absprache mit einem Arzt gefastet werden. Kranke und ältere Menschen wie auch Kinder dürfen nicht fasten; es könnte tödlich enden. Auch schwangere oder stillende Frauen, Menschen mit Essstörungen oder stark übergewichtige Personen sollten nicht fasten.

Fasten einmal anders
Fasten muss nicht immer der Verzicht auf Nahrungsmittel bedeuten: Verzichten Sie für einige Wochen auf Dinge oder Genussmittel, die Ihnen besonders lieb geworden sind. Das könnte zum Beispiel der Fernseher sein, das Auto oder die tägliche Schachtel Zigaretten.
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