Fitmacher Rohkost

Rohkost - frisch, knackig und immer beliebter
Rohkost ist nicht gleich Rohkost: auch hier kann man sich vegan, vegetarisch oder mit Fleisch und Fisch ernähren, sogar Rohmilchkäse, kalt geräucherte und sauer eingelegte Speisen werden von Rohköstlern verzehrt. Gemein ist den verschiedenen Rohkost-Ernährungsformen nur, dass die Speisen bis maximal 55 °C erhitzt werden. Durch die niedrigen Temperaturen werden Vitamine und Enzyme in den Nahrungsmitteln bewahrt. Mittlerweile haben sich viele Spitzenköche der Rohkostbewegung verschrieben und zaubern in der kalten Küche köstliche Kreationen. Eine regelrechte Rohkostbewegung - zu der sich sogar einige Stars wie z. B. Nena bekennen, hat sich etabliert. Doch sollte der Ofen nun für immer aus bleiben?

Mit Bedacht pure Gesundheit genießen
Für alle, die Rohkost gut vertragen, ist sie gesund: naturbelassen und ein wahres Powerpaket aus Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Zudem fallen - so die Rohkost-Theorie - in den rohen Nahrungsmitteln viele schädliche Stoffe weg, die erst durch die Erhitzung entstehen, bspw. Acrylamid. Hitzeempfindliche Inhaltsstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe bleiben weitgehend erhalten. Wer ganz auf Rohkost umsteigt, sollte langsam seinen Speiseplan um die rohen Produkte bereichern, da eine plötzliche Ernährungsumstellung mit großen Ballaststoffmengen für den Körper belastend und zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, z. B. mit einem ausgewogen mineralisierten Mineralwasser wie Hirschquelle VITAL, zuckerfreien Tees und Saftschorlen ist besonders wichtig, damit die Ballaststoffe im Darm quellen können.

Dennoch: Auf Dauer wird eine reine Rohkost-Ernährung - vor allem eine vegane oder vegetarische Rohkost - nicht empfohlen. Ernährungswissenschaftler raten vor allem Schwangeren und älteren Menschen davon ab, da in diesen Lebensphasen auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Kalzium, Vitamin B12 und Aminosäuren besonders geachtet werden muss. Auch für Kinder im Wachstum ist diese Ernährungsform nicht geeignet.

Weiterer Kritikpunkt der Fachleute an der gemischten Rohkost: Rohmilchprodukte sowie rohes Fleisch, Fisch und Eier können mit Keimen belastet sein, die Krankheiten hervorrufen. Zudem sind manche Nahrungsmittel wie z. B. Kartoffeln in rohem Zustand nicht genießbar.

Grundsätzlich gilt: Egal wie Sie sich ernähren, eine abwechslungsreicher Speiseplan mit einem hohen Anteil an pflanzlicher, naturbelassener Nahrung, ist das A&O für Ihre Gesundheit. Hören Sie auf Ihren Körper und testen Sie, wie viel Rohkost Ihrem Wohlbefinden gut tut und was Ihnen schmeckt - schließlich soll der Genuss auch nicht zu kurz kommen.

Der goldene Mittelweg - 5 am Tag
Ein starres Festhalten an einem Rohkosternährungsplan ist also gar nicht nötig, um gesund zu bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, davon sollten ein bis zwei Portionen am besten roh gegessen werden. Der tägliche Verzehr von Obst- und Gemüseprodukten soll vielen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Täglich zwei Portionen Rohkost in Ihren Speiseplan zu integrieren, bereichert die Ernährung, versorgt den Körper mit vielen essentiellen Stoffen und ist leicht umzusetzen. (Als Maß für eine Portion gilt die eigene Hand.) Schauen Sie auch mal in unsere Rezeptdatenbank: Hier finden Sie viele, lecker leichte Gemüserezepte, knackige Salate und Dips zum Genießen.

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