Indoorcycling

Es funktioniert ganz einfach: Sattel und Lenker einstellen und losradeln - zu jeder Tages- und Jahreszeit sowie im Leistungsmodus Ihrer Wahl - ob Fettverbrennung, Kraft-, Aufbau- oder Ausdauertraining, Kurz- oder Langdistanz, Einzel- oder Gruppentraining.

Vom Garagen-Rollentrainer zum High-Tech-Gerät
Einst trainierten Radsportler im Winter auf Rollentrainern. Hierdurch inspiriert, entwickelte sich in den 80er-Jahren das Indoorcycling: Wer im Rhythmus der Musik in der Gruppe durchstartet - häufig mit dem Markennamen Spinning bezeichnet -, kommt mühelos in Fahrt und gerät in den Flow der zyklischen Bewegung. Sie selbst bestimmen dabei per Einstellknopf den Widerstand, ob Sie sich beweglich halten, Kalorien verbrennen oder richtig auspowern möchten. Der Trainer gibt dazu Körperhaltung (z. B. Sitzen oder Stehen), Trittfrequenz und Widerstandsmodus vor. Fast alle Fitnessstudios bieten entsprechende Kurse an - vom lockeren Einsteiger-Training bis zu mehrstündigen Events.

Ergometer, Indoorbike oder Liegefahrrad?
Mit einem computergesteuerten Fahrradergometer bestimmen Sie im Einzeltraining individuell Trainingsprogramm, -dauer und -intensität und können Ihre Leistungsdaten wie Kalorienverbrauch und Strecke abrufen. Die Liegeversion (Recumbent-Bike) eignet sich eher für lockere Einheiten, da das Herz in liegender Position gegen einen erhöhten Blutdruck arbeitet. Das leichtere Indoorbike (beim Spinning: Spinbike) wird vor allem für das Gruppentraining verwendet - meist ohne Elektronik und Leerlauf, dafür robust und kompakt mit Rennrad-Feeling. Für den Privathaushalt lohnen sich Markengeräte, denn erst mit der Masse und Stabilität stellen sich auch Fahrspaß und Trainingseffekte ein.

Vom Einsteiger bis zum Ironman
Bei allen Varianten ermöglichen Fußschlaufen oder Klickpedale einen sicheren, runden Tritt. Weil das Gerät mit seinem bis zu 25 kg schweren Schwungrad die Bewegung stabil führt, können Sie fast nichts falsch machen und benötigen auch als Anfänger/in keine Vorkenntnisse! Daher eignet sich Indoorcycling für jede Alters- und Leistungsgruppe, vom Einsteiger bis zum Ironman.

Fettverbrennung und Herz-Kreislauf-Training
Die dabei hauptsächlich beanspruchten Beinmuskeln verbrauchen etwa doppelt so viele Kalorien wie die Oberkörpermuskulatur. So können Sie innerhalb einer Stunde bis zu 800 kcal verbrauchen - so viel wie eine üppige Mahlzeit. Zugleich stärken Sie dabei Herz und Blutgefäße und schonen im Vergleich zum Laufen Hüft-, Knie- und Sprunggelenke.

Wohlfühlen zählt: entspannt statt atemlos
Optimal trainieren Sie pro Einheit 30-60 Minuten mit 75 % Ihrer maximalen Leistungsfähigkeit. Das entspricht (Pulsuhr oder -anzeige) etwa einem Puls von 150 bei Jüngeren, 140 im mittleren Alter und 130 bei Älteren. Je lockerer, gleichmäßiger und länger das Training ausfällt, desto mehr Fett wird verbrannt. Hingegen fördert das in Kursen übliche Intervalltraining mit Wechsel von Be- und Entlastungseinheiten stärker die Leistungsfähigkeit.

Bleiben Sie immer innerhalb der Optimalbereiche und legen Sie bei Atemlosigkeit oder Herzklopfen eine Pause ein, um Herz und Muskeln nicht zu überfordern. Starten Sie warm und locker (5 Minuten Warm-up) und lassen Sie die Bewegung am Ende ebenso locker auslaufen (Cool-down), gefolgt von leichtem Streching.

So starten Sie ins Training
Sportkleidung (evtl. Radhose), Handtuch und Wasser gehören zu jedem Training dazu. Bei Klickpedalen lohnen sich dazu passende Schuhe. Treten Sie bewusst rund und wechseln Sie auch im Einzeltraining immer wieder Ihre Position - von Rennradhaltung bis zum aufrecht freihändigen Fahren. Stellen Sie Sattel und Lenker bei Bedarf nach.

Unser Tipp
Wenn Sie das Training durch Rumpfaufbau (z. B. Bauch- und Rückenmuskel- sowie Hanteltraining) ergänzen, kommt der ganze Körper auf seine Kosten.

Text: www.text-gesundheit.de

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