Ingwer, die gesunde Knolle

Ingwer stammt ursprünglich aus Südasien. Dort wird er schon seit rund 3.000 Jahren angebaut. Bereits die Römer kannten Ingwer, hierzulande wurde er im Mittelalter zu einem beliebten Gewürz, da man bereits um seine besondere Wirkung auf die Gesundheit wusste. Ingwer wird in den Tropen und Subtropen angebaut.

Das Rhizom, wie Botaniker die Wurzelknolle nennen, ermöglicht der Pflanze - ähnlich wie Blumenzwiebeln - unter der Erde zu überwintern. Im Oktober oder November nach der Blüte und wenn die Blätter gelb werden, wird der Ingwer geerntet. Dazu werden die Wurzelstöcke aus dem Boden gehoben, gereinigt und zum Trocknen ausgelegt. Für die weitere Vermehrung wird wieder ein Teil der Rhizome (Wurzelstockteilung) in den Boden gegeben.

Ingwer kaufen
Ingwer sollte prall und möglichst glatt aussehen. Runzelige Knollen wurden schon zu lange gelagert, haben an Feuchtigkeit und Aroma verloren. Verbraucht man ihn nicht sofort, lässt sich der Ingwer weit über vier Wochen luftdicht verpackt im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Und was steckt drin in der Wurzel?
Ingwer hat ein intensives scharf-zitroniges Aroma. Dies entsteht durch eine Vielzahl wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe wie ätherische Öle und Scharfstoffe, die Gingerole und Shoagole. Diese Stoffe regen den Stoffwechsel und die Verdauung an und bewirken, dass sich die Blutgefäße etwas weiten und der Körper durchwärmt wird. Der perfekte Schutz gegen Erkältung, Grippe und Co. Ebenso enthält Ingwer einen aspirinähnlichen Stoff, der blutverdünnend wirkt und die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflussen soll. Und sogar schmerzlindernde Eigenschaften hat die Wunderknolle. Auch gegen Übelkeit, vor allem bei Reisekrankheit, wird Ingwer eingesetzt. Vor der Abfahrt etwas Ingwertee genossen, kann man sich entspannt auf die Reise machen und im Akutfall ein Ingwerstäbchen kauen. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ingwer auch bei der Behandlung von Rheuma und Muskelschmerzen eingesetzt.

Mit Ingwer gesund genießen
Ingwer verleiht vielen Speisen einen Hauch Exotik und findet viel Verwendung in der asiatischen Küche: als Verfeinerung von Suppen und Saucen, aber auch eingelegt und sogar als Konfitüre oder kandiert als Süßigkeit ist die hellbraune Knolle sehr beliebt. Eingelegt kennen ihn vor allem Sushi-Fans, er wird zwischen den einzelnen Sushi-Gängen verzehrt und ist in dieser Form inzwischen auf der ganzen Welt bekannt. Bei uns wird Ingwer vor allem für die Zubereitung von Konfekt und in der Weihnachtsbäckerei für Lebkuchen und Printen verwendet.

Leckeres Kokos-Ingwer-Süppchen
Ein daumengroßes Stück Ingwer ganz fein würfeln. 1/2 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe ebenfalls fein würfeln und in 1 EL Butter andünsten. Den Ingwer dazugeben, kurz mitdünsten und mit Salz, Zucker und etwas gelber Curry-Paste würzen. Mit 1/4 l Gemüse- oder Hühnerbrühe ablöschen. 1/4 l ungesüßte Kokoscreme aufgießen und alles kurz aufkochen lassen. 10 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen. Sollte die Suppe zu dünn erscheinen, etwas Speisestärke in einer Tasse mit ein wenig Suppe gut verrühren und vorsichtig unter ständigem Rühren in die restliche Suppe geben. Unter Rühren nochmals kurz aufkochen. Zum Schluss mit 3 EL Limettensaft und etwas abgeriebener Limettenschale abschmecken. Als Einlage passen gut gebratene Garnelen und frittiertes Gemüse.

Ingwer-Tee zur Infektabwehr
Es fröstelt Sie und die Nase fängt an zu laufen? Dann trinken Sie doch sofort mal einen heißen Ingwertee. Dazu etwas Ingwer schälen und in dünne Scheibchen schneiden. Etwa 1 EL mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, abdecken und 5 Minuten ziehen lassen. Mit Honig und Zitronen- oder Limettensaft verfeinern. Bei Magenbeschwerden ohne Honig und Saft trinken. Der Tee durchwärmt den Körper und sagt Viren und Bakterien den Kampf an!

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