Inlineskaten

Ein paar Rollen unter den Füßen, Knie- und Gelenkschoner angeschnallt und schon kann es losgehen. Mit einigen guten Tipps lernt man das Inlineskaten schnell - und kann sich mit einer Sportart die schönsten Sonnenstunden vertreiben, die definitiv Suchtpotential hat. Beim Inlineskaten wird nicht nur mit Leichtigkeit Fett verbrannt, man trainiert auch seine Ausdauer, schult den Gleichgewichtssinn, stärkt den Rücken und diverse Muskelregionen - von den Schienbeinen über den Po bis zu den Bauchmuskeln.

Die Ausrüstung
Man sollte allerdings auf eine gute Ausrüstung achten. Lassen Sie sich am besten im Fachgeschäft beraten: Die Skates sollten einen festen Halt bieten und mit guten Schienen (besser aus Metall als aus Kunststoff) und Rollen (hier kommt es auf Profil, Durchmesser und Härtegrad an) sowie verstellbaren Bremsen ausgestattet sein. Zusätzlich sollten Sie an Schützer für Knie, Handgelenke und Ellbogen sowie einen Helm denken, um Verletzungen bei Stürzen vorzubeugen.

Einführungskurse für Anfänger
Bei den allerersten Rollversuchen kann ein Einführungskurs sehr sinnvoll sein. Professionelle Lehrer vermitteln die richtigen Bewegungen sowie Brems- und Ausweichmanöver, die schnell erlernbar sind. Beim Inlineskaten ist es besonders wichtig, Stürze richtig abfangen zu können. Fragen Sie im Sportverein und in Sportgeschäften nach Kursen.

Los geht's!
Wärmen Sie sich auf. Wenn die Muskeln leicht vorgedehnt sind, können Risse und Zerrungen vermieden werden. Etwa zehn Minuten Strecken und Dehnen dürften ausreichen. Für die ersten Übungen sollten Sie sich eine ebene Fläche suchen - ideal ist ein unbenutzter Parkplatz. Pflastersteine, Rollsplit oder Kieselsteine meiden. Das Gleichgewicht zu halten ist das Wichtigste. Dafür das Körpergewicht leicht nach vorn verlagern und die Füße dicht zusammenhalten. In die Knie gehen. Darauf achten, dass die Knöchel nicht nach innen wegknicken und Sie nicht in Rücklage geraten. Die richtige Bewegung kommt ganz von selbst, wenn Sie sich nicht zu sehr verkrampfen und es langsam angehen.

Bremsen und Stürzen will gelernt sein!
Üben Sie anfangs vor allem das Bremsen und Fallen. Am einfachsten ist der so genannte Heelstopp: Leicht in die Knie gehen und den Stopper Richtung Boden schieben. Der Druck auf die Bremsen kann noch verstärkt werden, wenn man mit den Händen auf das Knie drückt. Für den T-Stopp einen Fuß quer stellen die Ferse nach unten drücken. Beim Sturz sollte man sich zuerst auf die Knieschützer, dann auf die Ellbogenschützer und zuletzt auf die Handgelenkschoner fallen lassen. Vor jeder Runde das Bremsen üben und trainieren, um schnell reagieren zu können. So landet man nicht im Gras, vermeidet Schürfwunden und Zusammenstöße.

Training
Für ein gesundes Training sollte der Puls nicht zu schnell werden, nicht höher als etwa 130 Schläge pro Minute. Drei Mal die Woche 30 Minuten skaten kann das Fitnesstraining ersetzen - und macht eine Menge Spaß. Suchen Sie sich einen oder mehrere Trainingspartner. In der Gruppe macht das Skaten noch mehr Spaß. In vielen Städten gibt es Skatetreffs, für regelmäßiges gemeinsames Fahren mit Gleichgesinnten. Und achten Sie auf Veranstaltungen wie Skatenächte oder autofreie Sonntage, an denen oft einzelne Straßen für Inlineskater gesperrt werden.

Nordic Skating
Wem das einfache Skaten zu langweilig wird, der kann den Trend Nordic Skating ausprobieren: Dazu werden zwei Langlaufstöcke wie beim Walken benutzt. Durch den Stockeinsatz werden der Oberkörper und die Arme zusätzlich trainiert. Für die richtige Stocklänge die Körpergröße mit 0,95 multiplizieren und 2,5 cm abziehen. Eine professionelle Einführung ist empfehlenswert.

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