Lachen ist gesund

"Lachen ist die beste Medizin." Was der Volksmund schon lange wusste, bestätigt auch die Wissenschaft: Lachen löst vielfältige biochemische Prozesse im Körper aus, fördert die Selbstheilungskräfte und steigert das Wohlbefinden. Wer lacht ist nachweislich glücklicher und gesünder.

Lachen ist gesund

Obwohl jeder die befreiende Wirkung des Lachens kennt, lachen wir immer noch viel zu selten. Durchschnittlich fünfzehn- bis zwanzigmal am Tag lacht ein Erwachsener. Kinder dagegen können bis zu 300 Mal am Tag in Lachen ausbrechen.

Der Kopf ist zurückgelegt, die Augen geschlossen, die Nasenflügel geweitet, der Atem ist tief und der Mund weit geöffnet. Keine Frage, Lachen ist anstrengend. Rund 300 Muskeln sind bei einem Lachanfall beteiligt und das Herz-Kreislauf-System kommt dadurch ordentlich in Schwung.

Lachen macht glücklich
Ein Lachanfall setzt viele der so genannten Glückshormone frei und senkt dabei den Anteil der Stresshormone Kortisol und Adrenalin. Fröhliche Menschen können daher Stressmomente im Alltag besser bewältigen und schneller entspannen. Übrigens: Wer fröhlich durchs Leben geht, erhält positives Feedback von seiner Umgebung und zieht Seinesgleichen an.

Lachen stärkt Lunge und Herz
Beim Lachen wird die Luft mit einer Geschwindigkeit von bis 100 Stundenkilometer ausgestoßen. Dabei vertieft sich die Atmung und der Körper kann bis zu viermal mehr Sauerstoff aufnehmen. Zudem wird der Stoffwechsel angeregt.
Auch das Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung. Ein ausgiebiger und herzhafter Lachanfall von einigen Minuten lässt sich durchaus mit sportlicher Aktivität vergleichen. Denn beim Lachen steigt der Puls und der gesamte Körper wird gut durchblutet. Nach dem Lachen senkt sich übrigens der Blutdruck stark ab und die Muskeln lockern sich: Jetzt tritt eine tiefe Entspannungsphase ein.

Lachen trainieren
Haben Sie im Alltag tatsächlich keinen Grund zum Lachen, lassen sich die positiven Effekte eines Lachers auch künstlich erzeugen. Das Gehirn kann nicht unterscheiden, ob das Lachen echt ist oder nur vorgetäuscht wird. Denn die beteiligten Muskeln, zum Beispiel rund um den Mund, melden über Nervenzellen dem Gehirn stets ein Lachen. Stellen Sie sich dazu vor einen Spiegel und lachen Sie sich ausgiebig an. Schon wird sich Ihre Stimmung heben.

Grimassen schneiden, lautes Lachen und fröhliches Klatschen - mit diesen Übungen beginnt das so genannte Lach-Yoga und andere Lachtherapien. Die Übungen sollen uns nicht nur den Alltag versüßen, sondern lassen sich bei bestimmten Krankheiten sogar gezielt einsetzen, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Immunsystem zu stärken. Studien haben auch ergeben, dass Schmerzpatienten durch Lachen besser mit ihren Leiden umgehen können.

Unser Tipp: Entwickeln Sie Ihr persönliches Lachprogramm. Schauen Sie sich lustige Filme an, gehen Sie ins Kabarett oder veranstalten Sie mit Ihren Freunden einen lustigen Spieleabend. Schenken Sie sich selbst öfters am Tag ein kleines Lächeln: beispielsweise beim morgendlichen Zähneputzen oder Händewaschen.

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