Paartanz

Bereits altindische Höhlenmalereien ab 5.000 v. Chr. zeugen von Gesellschaftstänzen. Sie ermöglichen den Menschen, sich körperlich auszudrücken, ausgiebig zu bewegen und beides miteinander zu teilen. Wo sonst dürften sich flüchtig bekannte Menschen Arm in Arm zum Rhythmus der Musik wiegen? Oder im Freestyle allein oder gemeinsam abrocken?

Tanzen verbindet
Die Empörung in Europa war groß, als beim Wiener Kongress 1814/1815 eng umschlungene Paare zum Wiener Walzer über das Parkett wirbelten. Doch bald wollte niemand mehr darauf verzichten. Später gesellten sich weitere Standardtänze wie langsamer Walzer, Tango oder Quickstep hinzu, ebenso lateinamerikanische Stile wie Samba, Rumba, Cha Cha Cha und Jive. In den 80er-Jahren wurden auch "heiße" Varianten wie Salsa und Merengue populär.

Auspowern und heilsame Wirkung
Dabei bringt Tanzen nicht nur Menschen zusammen, sondern verwöhnt auch den Körper. Denn das Trainingsniveau entspricht moderatem Ausdauerlauf - und dies über Stunden! Kein Wunder, wenn Sie sich nach einigen Wochen regelmäßiger Tanzeinheiten topfit fühlen, immer mehr Kraft und Ausdauer entwickeln und überzählige Kilos verlieren. Damit tun Sie auch alles Nötige, um Blutdruck, Blutfette und -zucker zu senken, Rückenschmerzen und Stress abzubauen und ein Leben lang beweglich zu bleiben. Oder mit den Worten des Filmes 'Step Up to the Streets': 'Wenn nichts mehr hilft, hilft immer noch eines: Tanzen.'

Tanzstile von beschaulich bis akrobatisch

Cha Cha Cha besitzt ähnlich dem Discofox einen eingängigen Grundschritt mit vielen möglichen Figuren. Lebhaft, rhythmisch und fröhlich, ist er schnell zu lernen, passt auf viele Chart-Songs und darf auf keiner Tanzveranstaltung fehlen.

Foxtrott eignet sich als gemütlicher Universalstil und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten, ob frei erfundene Ausfallschritte oder Drehungen im Grundschritt auf voller Tanzfläche.

Jive passt auf schnelle, fröhliche Stücke. Mit seinem Temperament und schnellen Rhythmus heizt er kräftig ein und garantiert, dass in Kürze Sakko oder Blazer abgelegt werden.

Merengue und Lambada sind dem Salsa verwandte, lateinamerikanische Volkstänze und eignen sich besonders für Tanzpaare, die Freude an leidenschaftlichem Tanzen haben und gut harmonieren.

Quickstep wird auch als ?Champagner unter den Standardtänzen? bezeichnet und als ?großer Bruder? des Foxtrott mit seinen raumgreifenden Bewegungen und Hüpfschritten vor allem auf Gute-Laune-Musik getanzt.

Rock 'n' Roll wurde in den frühen 50er-Jahren als Weiterentwicklung von Swing und Rhythm and Blues zum Kult. Mit seinem Kick-ball-change-Grundschritt beeindruckt er durch seine Akrobatik. Wenn Sie Sport und Tanzen verbinden möchten, sind Sie hier richtig aufgehoben.

Rumba wird auch als romantischer Bruder des Samba bezeichnet. Wiegend und weich eignet sich der kubanische Werbetanz gut zum Plaudern oder Genießen.

Samba hält Sie pausenlos in Bewegung. Dieser sportliche, afro-brasilianische Stil ist geprägt durch den rhythmischen, federnden Grundschritt sowie schnelle elastische Figuren.

Tango bedeutet Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Freude und Melancholie. Der weiche und leidenschaftliche Tanz wird eng umschlungen getanzt. Die durch wiederholtes Innehalten aufgebaute Spannung entlädt sich in kraftvollen Bewegungen.

Walzer: Der langsame Walzer gehört zu den ?romantischen? Standardtänzen und lädt im Dreivierteltakt zum Unterhalten oder Genießen ein. Anders der schnelle Wiener Walzer: Hier zeigt sich nicht nur, wer schwindelfrei ist, sondern auch, wie man als (Tanz-)Paar harmoniert.

Unser Tipp
Wenn Sie länger nicht mehr getanzt haben: Werfen Sie doch einmal einen Blick in eine Tanzschule in Ihrer Nähe und melden Sie sich zu einem Tanzkurs an. Für jede Alters- und Zielgruppe werden Kurse angeboten, in denen Sie andere Menschen treffen, Musik genießen und sich nach Herzenslust bewegen können. Oder Sie entwickeln Ihre eigenen Stile nach Lust und Laune. Viele, die einmal angefangen haben, hören nie mehr damit auf.

Text: www.text-gesundheit.de

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