Rope Skipping

Rope Skipping entstand in den 60er-Jahren in den USA, wo es nicht nur als Kraft-Ausdauer-Training im Leistungssport, sondern bis heute auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird. In den 80er-Jahren sorgte die Disziplin mit spektakulären Shows, aber auch als Schülersport in Deutschland für Begeisterung und wurde schließlich als Gesundheits- und Freizeitsport entdeckt.

Mit Speed Ropes flott von der Hand
Die Seile bestehen je nach Verwendungszweck aus verknüpfter Kunstfaser (Speed Rope) oder sind zusätzlich kunststoffummantelt, z. B. mit aufgereihten Hülsen (Gliederseil/Beaded Rope). Für besondere Zwecke (z. B. viele Springer) werden auch langsamere Stoffseile oder sehr schnelle Drahtseile (Ultra Speed Rope) verwendet. Die Hohlgriffe erlauben dabei ein freies Drehen.

Powersport: Körperspannung, Ausdauer, Reaktion
Immer das Seil im Auge, dynamisch und blitzschnell agieren, und dies mit bis zu 200 Sprüngen pro Minute: Kein Wunder, dass dabei Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Teamwork geschult werden. Sie benötigen dazu lediglich ein Seil, griffige Sportschuhe, anliegende Kleidung und einen glatten Untergrund.

Nicht nur variantenreiche Schrittfolgen, Sprungkombinationen und Stunts machen Rope Skipping zum dynamischen Powersport, sondern auch die rhythmische Musik, die zu choreografischen Höchstleistungen motiviert. Das körperliche Training entspricht dabei intensivem Fitnesssport: Rope Skipping erreicht den dreifachen Trainingseffekt des Joggens und eignet sich daher hervorragend als Konditionstraining. Weil dabei nicht nur Herz-Kreislauf-System und Beine, sondern auch Po-, Bauch-, Rücken-, Brust-, Schulter- und Armmuskeln aufgebaut werden, erfüllt es zugleich alle Kriterien eines gesunden Ganzkörpersports. Lediglich bei Erkrankungen des Bewegungsapparats ist es ungeeignet.

Das Prinzip: Immer auf dem Sprung
Zu den Sprungformen zählen:

  • Single Rope: Einzelspringen
  • Two in One: zwei Springer, ein Seil (jeder hält einen Griff)
  • Wheel: mindestens zwei Teilnehmer mit zwei Seilen (jeder hält zwei Griffe)
  • Long Rope: Zwei Personen schwingen ein langes Seil (ca. 10 m), in dem beliebig viele Teilnehmer springen.
  • Double Dutch: Zwei Schwinger schlagen zwei Seile (ca. 5,40 m) in Gegenrichtung, mit beliebig vielen Springern

 

Von Fatburning bis Meisterschaft: Sport für alle
Ob Sie den Sport zum Wiedereinstieg in ein 'bewegtes Leben', als Fitnesstraining, für Ausdauer, Fettverbrennung oder Körperspannung, zum Knüpfen neuer Bekanntschaften, als Meisterschaftssport oder einfach als Herausforderung nutzen: Im Vordergrund steht der Spaß am Seilspringen.

Easy jump oder Criss Cross? Einfach ausprobieren!
Zunächst bieten sich neben dem beidbeinigen Springen (Easy Jump) Tricks wie Laufschritt, Grätschen und Überkreuzen der Beine (Side Straddle), Kreuzen der Arme (Criss Cross) und für Geübtere Mehrfachdurchschläge und Drehungen an. Bei mehreren Springern lassen sich Platzwechsel, Tanzfiguren, Schwinger-Springer-Wechsel und Akrobatikübungen einbauen.

Ambitionierte können sich im Einzel und mit Ihrem Team (vier bis sechs Teilnehmer) auf Gau- und Landesmeisterschaften bis hin zum World Cup mit Gleichgesinnten messen. Show-Teams mit ihren atemberaubenden Stunts treten auf Events wie dem Demo-, Jump- oder Kids-Cup gegeneinander an.

Viele örtliche Sportvereine und Fitnessstudios führen Rope Skipping im Programm. Weitere Informationen beim Deutschen Turner-Bund unter www.dtb-online.de/portal/sportarten/rope-skipping.html.

Unser Tipp
Zum Einstieg bietet sich ein Speed Rope mit kurzen Griffen an. Fortgeschrittene können Langgriffseile (Long Handle) verwenden, die mehr Arm- und Beinkombinationen, besonders beim Freestyle, erlauben. Für das Gruppenspringen und weite Sprünge eignen sich Gliederseile.

Text: www.text-gesundheit.de

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