Rund um den Kürbis

Leckere Vielfalt

Botanisch gesehen zählen die Kürbisgewächse zu den Beeren und sind so auch mit Gurke, Melone und Tomate verwandt. Bei den Sommersorten sind uns vor allem die Zucchini bekannt, bei den Winterkürbissen erfreut sich der orange-rote Hokkaido immer größerer Beliebtheit, da bei ihm die Schale mitgegessen werden kann. Seine Schale ist so dünn, dass sie beim Kochen weich wird. Dadurch kann man sie für eine kräftige Kürbis-Kartoffel-Suppe problemlos mitpürieren. Auch schmeckt das Fruchtfleisch sehr aromatisch und die Fasern sind kaum spürbar. Daneben sind vor allem Butternut- oder Moschuskürbis wegen ihres kräftigen Dufts und des süßlich-nussigen Geschmacks sehr beliebt. Und die Bischofsmütze ist wegen ihrer interessanten und namengebenden Form sehr begehrt.

Kürbisse

Von Mini bis Maxi

Kürbisse gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Die kleinen Zierkürbisse wiegen manchmal nur 150 Gramm und sind mit ihrer Farbpalette von weiß über gelb, orange, grün oder sogar gestreift besonders schön anzuschauen. Der schwerste Kürbis kam in den USA auf die Waage und wog weit über 600 Kilo! Für die Küche und auch zum Schnitzen eignen sich jedoch die Größen von 500 Gramm bis 5 Kilo bzw. von 12-30 cm am besten.

Kürbisnacht Halloween

Am Abend des 31. Oktobers, also in der Nacht vor Allerheiligen, feiern viele Halloween. Wer sich gerne einen Kürbisgeist zum Schutz vor bösen Geistern vor das Fenster oder in den Garten stellen will, dem seien vor allem Sorten wie Autumn Gold und Little Latern ans Herz gelegt. Beide eignen sich auch zum Schnitzen für Kinder, da ihre Schale nicht allzu hart ist. Die etwas größeren Sorten Jack O'Latern und Jack of all Tades (auch unter den Namen Halloween und St. Martin bekannt) ergeben ebenfalls wunderschöne Schnitzgesichter. Zum Schnitzen den Kürbis am besten fest am Stiel packen und mit einem Messer den 'Deckel' abschneiden. Dieser wird am Ende wieder aufgesetzt. Besonders schön macht sich hierbei auch ein Zickzackmuster. Anschließend mit einem stabilen Löffel die Kerne und das weichere Fruchtfleisch herausschaben. Beim Entwurf von Augen, Nase und Mund sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Auch schön ist die Variante, den Stil in der Mitte des Gesichts als Nase zu belassen, dafür muss der Kürbis an einer Seite leicht abgeflacht werden, damit er später sicher steht und nicht davonkullert.

Gesunder Gaumenschmaus

Neben ihrem dekorativen Aussehen sind die Kürbisse wahre Wunder der Natur: Sie sind sehr reich an den Vitaminen A, C, D und E und das Fruchtfleisch enthält außerdem Kalzium und Zink. Damit sind sie besonders wertvoll für das Immunsystem. Zudem sind Kürbisse bei trockener Lagerung mehrere Wochen haltbar. Immer mehr in Mode kommt auch das aus der Mittelmeerregion stammende Knabbern von Kürbiskernen. In gerösteter Form sind sie ein beliebter Snack und in der gesalzenen Variante eine schmackhafte Alternative zu fettigen Chips an einem geselligen Abend.

Zubereitungsideen

Die Zubereitungsmöglichkeiten von Kürbissen sind noch viel zahlreicher als die optischen Variationen. Nicht nur für den Klassiker, die immer leckere, schmackhafte und vor allem leicht zuzubereitende Kürbissuppe eignen sie sich, auch als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten oder zu Reis schmecken sie hervorragend. Im herzhaften Auflauf machen sich Kürbisse ebenso gut wie im Chutney und man kann aus ihnen unglaublich leckere Reibekuchen bereiten. Als Zugabe zu Brot und Teigwaren verfeinern sie den Teig und damit auch das Endprodukt sowohl geschmacklich als auch farblich. Auch in Süßspeisen ist Kürbis eine Delikatesse: Ein Kürbis-Möhren-Kuchen mit einer Kürbisfratze aus Zuckerguss dekoriert ist das Highlight bei jeder Halloween-Feier. Und ganz Eiligen sei empfohlen, den Kürbis wie eine Melone aufzuschneiden und ganz kurz in der Mikrowelle zu erwärmen. Nach Belieben anschließend etwas Butter und Salz darüber geben und mit einem Löffel auslöffeln. Guten Appetit!

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