Schutz vor Zecken

Bereits an den ersten warmen Frühlingstagen sind die Zecken wieder aktiv. Wer jetzt im Wald spazieren geht, wandert oder joggt, sollte verstärkt auf die kleinen Plagegeister achten. Denn ein Zeckenbiss ist nicht nur lästig, sondern kann auch Krankheiten wie beispielsweise Borreliose oder Frühsommer-Meningo-Enzephalitis nach sich ziehen.

Zecken sitzen besonders gerne auf niedrigen Sträuchern oder Gräsern. Beim Vorüberstreifen setzen sie sich blitzschnell auf die Haut oder die Kleidung. Bis zu mehreren Stunden wandern sie über den Körper und suchen eine geeignet Stelle, um Blut zu saugen. Meist beißen sie sich an dünnen Hautstellen oder -falten hinter den Ohren, am Hals, unter den Achselhöhlen, Kniekehlen, im Intimbereich oder an Händen und Füßen fest. Der Stich ist schmerzfrei, daher bleiben viele Zeckenbisse unbemerkt. Bis zu neun Tagen saugt die Zecke Blut, bevor sie abfällt.

So schützen Sie sich

  • Sprühen oder cremen Sie sich vor jeder Freizeit-Aktivität in der Natur mit einem Zeckenmittel ein. Entsprechende Produkte erhalten Sie in Apotheken und Drogerien. Sind Sie längere Zeit draußen unterwegs, sollten Sie den Schutz nach einigen Stunden erneuern.
  • Bleiben Sie im Wald auf festen Wegen und meiden Sie das Unterholz. Denn hier, an niedrigen Sträuchern und Gräsern, sitzen die Zecken besonders gerne und warten auf ihr "Opfer". Zecken lieben Feuchtigkeit. Meiden Sie daher Gebiete am Wasser oder mit hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Tragen Sie bei Outdoor-Aktivitäten stets lange Hosen, festes Schuhwerk und langärmelige Oberteile. Am besten stecken Sie auch die Hosenbeine in die Schuhe. Auf heller Kleidung lassen sich die Plagegeister übrigens schneller finden.
  • Suchen Sie den Körper nach jedem Waldspazierung oder Sport in der Natur nach Zecken ab. Lassen Sie sich am besten dabei helfen und benutzen Sie eine Lupe, denn manche der Blutsauger sind sehr klein. Schnell erkannt, ist die Gefahr an einer von Zecken übertragbaren Krankheit zu erkranken besonders gering.
  • Stecken Sie alle Kleidungsstücke, die Sie getragen haben in die Waschmaschine und anschließend in den Trockner.
  • Kontrollieren Sie auch Ihren Hund auf Zecken. Haben sich die kleinen Tierchen noch nicht festgebissen, können sie leicht auch vom Hund aufs Herrchen krabbeln. 
  • In Risiko-Gebieten empfiehlt sich eine Impfung gegen FSME. Gegen Borreliose ist momentan noch kein Impfschutz möglich.


Was tun beim Zeckenbiss?
Sind Sie von einer Zecke gebissen worden, sollten Sie diese sofort entfernen. Am besten gelingt dies mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette. Setzen Sie mit der Pinzette dicht über der Haut an und ziehen Sie das Spinnentierchen vorsichtig und ohne Drehbewegung heraus. Achten Sie darauf, dass Sie die Zecke nicht quetschen oder das Hinterteil abtrennen. Auf keinen Fall sollten Sie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Creme ersticken. In diesem Fall stößt sie ihren möglicherweise infizierten Speichel verstärkt in die Wunde aus. Wenn Sie unsicher sind, gehen Sie zum Arzt und lassen dort die Zecke entfernen.

Beobachten Sie die Biss-Stelle in den nächsten Wochen. Bildet sich eine ringförmige Hautrötung um die Wunde ist dies ein Hinweis auf eine Borreliose-Erkrankung. Allerdings tritt diese so genannte Wanderröte nicht bei allen Betroffenen auf. Spüren Sie in den Tagen und Wochen nach einem Zeckenbiss grippeähnliche Symptome, sollten Sie zum Arzt gehen. Ein Bluttest, der nach zirka vier bis sechs Wochen nach dem Biss möglich ist, gibt Aufschluss über eine mögliche Erkrankung. Wird die Borreliose schnell erkannt, lässt sie sich mit Antibiotika sehr gut behandeln.

Eine FSME-Erkrankung macht sich ebenfalls mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen können ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Da sich FSME nicht mit Medikamenten behandeln lässt, ist ein Impfschutz besonders wichtig.

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