Surfen

Wer im Sommerurlaub auch ein bisschen aktiv sein möchte, für den ist Surfen genau das Richtige. Auf dem Brett trainiert man seinen Gleichgewichtssinn, tut etwas für den Körper - und hat eine Menge Spaß.

Kiten, Windsurfen oder Wellenreiten? Zuerst sollte man sich entscheiden, was das Richtige für einen ist. Wer eher ängstlich veranlagt ist, sollte sich das Kiten eher von Weitem anschauen - mit dem Segel kann man je nach Windstärke recht hohe Sprünge über dem Wasser vollführen. Und beim Wellenreiten braucht man recht viel Kraft und Durchhaltevermögen - anfangs muss man geduldig sein, bis man den richtigen Dreh raus hat. Gut ausgeruht und eingecremt mit wasserfestem Sonnenschutz kann's dann losgehen.

Kurse
Egal für welchen Surfsport Sie sich entscheiden - ein Surfkurs ist auf Fälle empfehlenswert. So vermeiden Sie Fehler, die sich später nicht mehr korrigieren lassen und fürs Erste ist auch die Ausrüstung vorhanden. Erkundigen Sie sich im Reisebüro oder im Internet, ob an Ihrem Reiseziel Surfkurse angeboten werden. Die Angebote reichen von einfachen Kursen bis hin zu Komplettangeboten mit Unterkunft und Halbpension. Ein gut ausgebildeter Lehrer kann genau erklären und zeigen, worauf es ankommt, welche Sicherheits- und Vorfahrtsregeln zu beachten sind und welche Tricks und Kniffe es gibt - und sorgt dafür, dass die ersten Versuche nicht völlig frustrierend sind. Die Surfschule sollte Brett und Neoprenanzug (und beim Kiten den Schirm) für die Dauer des Kurses stellen, da es sich anfangs nicht lohnt, teures Equipment zu kaufen. Anfänger starten meist mit einem Softboard und steigen später auf ein Hardboard um.

Oberstes Gebot: Sicherheit
Nach einem Kurs hat man noch nicht viel Routine. Daher: Egal ob Anfänger oder erfahrener Surfer, am besten immer mit anderen fortgeschrittenen Surfern zusammen surfen, um sich notfalls gegenseitig helfen zu können.
Und auch für erfahrene Wassersportler sollte immer die allererste Pflicht sein, die Gegend vorab mit all ihren Gegebenheiten (Wind, Wetterverhältnisse, Wassertiefe, Grund, Strömungen, Tiere etc.) zu erkunden, um keine unnötigen Risiken einzugehen.

Wellenreiten
Beim Wellenreiten - die bekannteste Form des Surfens - startet man mit Gleitübungen im hüfttiefen Wasser und Übungen zur Brettgewöhnung. Dann werden die Paddelbewegungen und das Aufstehen geübt, das einen guten Gleichgewichtssinn und etwas Geduld erfordert. Zusätzlich lernt man verschiedene Techniken und das sogenannte Trimmen des Boards in der Welle. Beliebt sind vor allem Strände in Frankreich, Spanien und Portugal. Für das Wellenreiten muss der Wind gut sein, auch das verlangt etwas Geduld vom Sportler.

Windsurfen
Das Windsurfen - dem Surfen mit Segel - ist aus dem Wellenreiten entstanden. Dank neuesten, leichten Materialien ist das Windsurfen recht schnell und einfach zu erlernen. Nach einem 10-stündigen Kurs kommt man meist gut mit den Wellen, dem Wind und dem Board klar. Zunächst werden meist an Land einige Theorieübungen gemacht und man lernt, gut auf dem Brett zu stehen und das Segel nach oben zu ziehen. Dann geht es zunächst ins flache Wasser, wo die richtige Technik zum wunderbaren Gleiten über das Wasser führt. Windsurfen kann man an der Nord- und Ostsee, aber auch im Süden - beispielsweise in Griechenland, der Türkei und Ägypten. Der Vorteil: man braucht keine hohen Wellen, sodass sich auch größere Seen gut eignen.

Kitesurfen
Kitesurfen kann eigentlich jeder lernen, der über eine gewisse Grundsportlichkeit verfügt und Schwimmkenntnisse hat. Beim Kitesurfen nutzt man einen steuerbaren Segelschirm, durch den der Surfer gezogen wird und der das Stehen auf dem Board (bei gutem Wind) erleichtert. Kitesurfen ist zwar zunächst leichter zu erlernen als das Windsurfen, bietet aber im Fortgeschrittenenstadium viel mehr Variationsmöglichkeiten bei Sprüngen. Zunächst beginnt man am Strand mit kleinen Kites und lässt sich dann vorerst ohne Brett durchs Wasser ziehen. Hat man ein gutes Gefühl für Kite, Wind und Wasser, kommt erst das Brett zum Einsatz. Anfänger sollten auf eine niedrige Wassertiefe achten und sich zu Beginn nicht zu weit hinaus wagen.

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