Weihnachtliche Gewürze

Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein und Weihnachtstee - sie alle enthalten die typischen Gewürze, die wir seit unserer Kindheit kennen. Wussten Sie, dass einige davon auch als pflanzliche Medizin verwendet werden können?

Weihnachtliche Gewürze

Der Duft weihnachtlicher Gewürze ist uns vertraut und meist mit schönen Erinnerungen verbunden. Er sorgt für ein warmes, heimeliges Gefühl. Das liegt aber nicht nur an der gemütlichen Weihnachtszeit an sich, sondern auch an der Wirkung dieser Zutaten. Die ätherischen Öle der warmen Gewürze regen die Sinne an und fördern die Ausschüttung von Glückshormonen. Außerdem durchwärmen sie den Körper von innen und stärken so die Abwehrkräfte. Entdecken Sie mit uns die wohltuende Wirkung weihnachtlicher Gewürze.

Zimt
Zimt ist das Weihnachtsgewürz Nr. 1 - Zimtsterne, Brätäpfel und Co. sind ohne das süßlich-scharfe Gewürz undenkbar. Die hellbraunen Stangen bestehen aus der Rinde eines tropischen Baumes, der unter anderem auf Sri Lanka, in China und Madagaskar angepflanzt wird. Die ätherischen Öle des Zimts regen die Verdauung an und helfen bei hohem Bluttfettspiegel und Erkältungen. Eine Prise Zimt in heißer Milch mit Honig oder in heißem Apfelsaft verstärkt die durchwärmende Wirkung dieser Getränke.

Gewürznelken
Die kleinen blumenförmigen Gewächse sind die Blütenknospen des Nelkenbaums, der ursprünglich von den Molukken stammt. Gewürznelken verleihen Lebkuchen, Spekulatius, Punsch, dunklen Soßen und Marinaden zu Wild oder Braten einen lieblich-blumigen Geschmack. Die Stoffe der Gewürznelke binden freie Radikale und helfen die Verdauung zu normalisieren. Nelkenöl wirkt desinfizierend, leicht betäubend und lindert Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen. Dafür einfach eine ganze Nelke auf die betroffene Stelle legen oder darauf beißen. Pures Nelkenöl kann man auch in der Apotheke kaufen.

Kardamom
Während Kardamom in der indischen Küche in Currys und Fleischgerichten zum Einsatz kommt, kennen wir das Gewürz hauptsächlich aus Lebkuchengewürzmischungen in gemahlener Form. Die eigentlichen Früchte wachsen in einer hellgrünen Kapsel und stammen vornehmlich aus Asien. Kardamom ist in der Ayurvedischen Medizin als natürliches Antibiotikum und Mittel gegen Verdauungsbeschwerden bekannt. Ebenso wirkt Kardamom krampflösend und wird gerne verwendet, um Tee zu aromatisieren. Gut zu wissen: Die gekauten Kapseln wirken gegen Knoblauch- und Zwiebelgeruch.

Muskat
Die kirschgroßen Muskatnüsse sind die Kerne pfirsichartiger Früchte. Sie stammen aus Indonesien und gedeihen hauptsächlich in tropischen Gefilden. Nicht nur die Kerne sondern auch der getrocknete rötliche Samenmantel, die Muskatblüte, werden zum Würzen verwendet. Muskat ist gut gegen Verdauungsstörungen, sollte aber insbesondere von Kindern nicht in zu großen Mengen verzehrt werden, da die ätherischen Öle halluzinogen wirken können. Muskat würzt Pfeffernüsse und Lebkuchen, aber auch Kartoffelgerichte, Suppen und helle Soßen und sollte am besten frisch in die Speisen gerieben werden.

Anis
Anis wächst als krautige Pflanze mit weißlichen Dolden. In unseren Plätzchen und Anisbrötchen werden die braunen Früchte verarbeitet. Sie sorgen für frischen Atem, wirken bei Erkältungen schleimlösend und helfen gegen Blähungen und Magenkrämpfe. Anis kennt man auch als Likör oder Schnaps aus südlichen Ländern: Pastis aus Frankreich, Ouzo aus Griechenland und Raki aus der Türkei.

Vanille
Die Vanille ist der große Gewürz-Favorit. In Weihnachtsgebäck wie Vanillekipferl entfaltet sie ihr zart süßliches Aroma, aber auch in alltäglichen Süßspeisen vom Eis bis zum Gebäck ist Vanille äußerst beliebt. Die Vanille-Schoten stammen von einer Art Kletterorchidee, die unter anderem in Lateinamerika, auf der Insel La Reunion und auf Madagaskar beheimatet ist. Die feinen schwarzen Samen wirken stimmungsaufhellend und beruhigend, ebenso sagt man der Vanille eine aphrodisierende Wirkung nach. Daher findet sie auch in vielen Parfums Verwendung.

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